#19 Wanted - dead or alive: Auf Hirschkäfer-Suche in Bayern
Shownotes
Der seltene Geweihträger zählt zu Bayerns größten Käfern. Expertin Anna Kanold erzählt, warum der Hirschkäfer für Wald und Artenschutz so wichtig ist, warum Waldforschende ihn finden wollen und wie Bürgerinnen und Bürger mit einem Smartphone bei der Suche helfen können.
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Forstcast, dem Podcast für alle die mehr über den Wald wissen wollen.
00:00:11: Ob Forstprofi, Waldforscherin oder Naturmensch?
00:00:16: Bei uns erfahrt ihr jeden Monat spannendes aus Waldforschung- und Forstpraxis!
00:00:36: Mein Name ist Hildegard Vogel und ich bin Försterin aus Leidenschaft an der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forswirtschaft.
00:00:43: Vier beinige Weiträger – ja, die kennt jeder von uns allen voran natürlich der König des Waldes, der Hirsch.
00:00:50: Doch wir in Bayern suchen gerade einen sechsbeinigen Gewaltträger.
00:00:54: und warum wir dabei eure Unterstützung brauchen, liebe Hörerschaft – das verrät uns Expertin Anna Karnoldt heute!
00:01:01: Hallo Anna!
00:01:02: Hallo Hildegard!
00:01:03: Anna du arbeitest bei uns nicht in der Wildbiologie auch nicht bei den Wildtier-Managern sondern du arbetest im Wald Naturschutz.
00:01:12: was genau machst Du denn da?
00:01:15: Ja, unsere Abteilung heißt Biodiversität und Naturschutz.
00:01:18: Ich bin dabei im Waldnaturschutz und speziell bin ich für die Arten mit Waldbezug zuständig.
00:01:23: Da geht es über Fledermäuse, Amphibien, Pflanzen, Mose aber auch um Insekten.
00:01:29: Ich speziell mag die Sylobiontenkäfer, die Holzbewohnenkäfer besonders gern und ja alles um die Arte drumherum versuchen wir in die Forstwelt draußen zu tragen durch Wissensvermittlungen an unsere Förster, die das dann wieder an die Waldbesitzer weitergeben können.
00:01:45: Wir setzen Vorgaben der EU oder vom Bund um und bringen auch selber was für die Hörerinnen und Hörern raus so wie
00:01:51: heute.".
00:01:52: Ja danke, dass du da bist Anna!
00:01:54: Und weil sich jetzt so gehört habe... Du bist auf der Suche nach einem imposanten Gewaltträger in Bayerns Wäldern und deine Aufgabenbeschreibung lässt schon vermuten.. Der Rotisch ist es definitiv nicht also wen suchst du?
00:02:07: Ganz genau, Hildegard.
00:02:08: Es ist kein normaler Hirsch den wir suchen sondern es ist der Hirschkäfer den wir suchen.
00:02:11: Er ist eine wichtige Art für den Wald Naturschutz und obwohl er sehr imposant ist, ist er trotzdem nicht so leicht zu finden wie der Rot-Hirsch im Wald.
00:02:19: Und deswegen brauchen wir die Hilfe aller Hörerinnen und Hörern und freuen uns wenn sie uns in den nächsten Wochen bei der Suche helfen!
00:02:25: Und wie unsere Hörerinnen und Hörern euch genau helfen können, darüber reden wir gleich an.
00:02:30: Mich interessiert zuerst einmal warum ist ein ausgerechnet der Hirschkäfer für euch im Wald Naturschutz so wichtig?
00:02:37: Der Hirsch Käfer ist mit seinen bis zu neun Zentimetern der größte heimische Käfer bei uns in unseren Wäldern und er ist nach Artenschutzrecht besonders geschützt.
00:02:46: Die EU stuft ihn als schützenswerte Art ein und hat den auch in die Fauna-Flora Habitatrichtlinie aufgenommen.
00:02:52: Und warum?
00:02:53: Er steht stellvertretend für eine ganze Artengemeinschaft, die allesamt in lichten, wärmebegünstigten Laubwäldern mit alten Bäumen Totholz vorkommen.
00:03:03: Alle hängen an diesen Strukturen und Lichte-Laubwälter bedeutet dass die Bäume weit auseinanderstehen, die Kronen sich kaum berühren und somit auch viel Licht auf den Waldboden treffen kann und somIT auch viel Wärme im Boden ankommt.
00:03:16: Ich habe da eine Nachfrage, Anna.
00:03:18: Was genau ist eine Flora fauna Habitat-Richtlinie?
00:03:21: Kannst du das für alle die jetzt nicht weit Naturschutzcracks sind kurz erklären?
00:03:25: Hört
00:03:25: sich etwas sperrig an, gell!
00:03:27: Es handelt sich dabei um ein europaweites Netz von Schutzgebieten zum Schutz der Biodiversität.
00:03:32: Der Fachmann spricht von Natura zweitausend Gebieten und dazu gehören die FFA-Gebiete aber auch die Vogelschutzgebiete.
00:03:38: In diesen Gebieten gelten bestimmte Lebensräume und Arten als Schützenswert.
00:03:42: Welche Arten das sind, stehen in den Anhängen der Richtlinie und eben da steht auch der Hirschkäfer
00:03:46: drin.".
00:03:47: Und wenn ich jetzt EU höre, dann ist der erste Begriff, der mir im Zusammenhang mit Forschung einfällt – Berichtspflicht!
00:03:55: Also jeder, der hier irgendwie mit EU zu tun hat, verdreht die Augen und sagt ja, ich muss noch irgendwas an die EU-Reporten, dürft auch ihr regelmäßig einen Hirschkefer-Repord für die EU schreiben?
00:04:05: Ganz genau so ist es.
00:04:07: Wir berichten alle sechs Jahre, also als Mitgliedstaat Deutschlands über die Arten und über den Lebensraumtypen an die EU.
00:04:13: Und dafür gibt's ein bundesweit einheitliches Monitoring um die Arte- und Lebensraumtypen beobachten zu können.
00:04:20: Das heißt auch Bayern liefert Daten an den Bund.
00:04:22: dort diskutieren dann die Fachleute über die Bundesdaten und geben Einberichtern an die Eu weiter.
00:04:28: Für dieses bundesweite Monitoring.
00:04:30: sammelt ihr jetzt diese ganzen Daten über den Hirschkäfer in Bayern.
00:04:34: Und du hast da gesagt, also der Hirschkäfer ist der größte Käfer in Bayern.
00:04:38: Und Bayern ist auch flächemäßig das größte Bundesland im Bundesgebiet.
00:04:43: Also Long Story short ihr sucht einen großen Käfer auf einer noch größeren Fläche und ich vermute hier kommt ihr liebe Hörerinnen und Hörern ins Spiel.
00:04:52: Ist es so Anna?
00:04:53: Es ist die Stelle wo ihr die Hörera braucht.
00:04:55: Ja Hildegard!
00:04:55: So ist es.
00:04:56: Der Käfer ist zwar groß aber es ist immer noch ein Käfer den man nicht leicht finden kann.
00:05:00: drum kann unser Team nicht alleine auf der großen Fläche die Daten sammeln.
00:05:06: Beim Hirschkäfer Monitoring arbeiten wir Forschende mit den Bürgern zusammen, das nennt man im Forscher Chagot Citizen Science – also Bürgerwissenschaft.
00:05:14: Und wie genau funktioniert diese Citizen Science?
00:05:17: Wir sammelt möglichst viele Meldungen von den Bürgerinnen und Bürgeren, die ein Hirschkeffer gesehen haben.
00:05:21: So bekommen wir eine Verbreitungskarte wo viele und wo wenige Hirschkäfer gesichtet wurden.
00:05:26: Das hört sich jetzt relativ einfach an!
00:05:28: Jetzt mache ich mich an dieser Stelle mal so richtig beliebt, weil in der Diskussion um Citizen Science wird ja ganz oft kritisiert das Person die Daten für die Wissenschaft sammeln selber mit wissenschaftlichen Verfahren gar nicht vertraut sind und die eingereichten Daten müssen dann aufwendig gegen geprüft werden.
00:05:46: Und ich kann mir jetzt vorstellen bei euren Daten gibt es auch einige Faktoren die eure Ergebnisse maßgeblich beeinflussen können.
00:05:53: So was wie, naja suche ich den Käfer nur in meinem Garten oder suche ihn nur im Wald.
00:05:57: Oder suche nicht nur morgens, suche nur mittags und abends?
00:06:01: Oder machen in manchen Gebieten viele Menschen mit oder machen wenig Menschen mit?
00:06:06: Wie stellt ihr denn jetzt sicher dass die Daten ja von Bürgern gesammelt werden, die eben nicht diese wissenschaftlichen Ätherien so vor Augen haben und auch da nicht so große Erfahrungen haben?
00:06:17: also wie stellt ihr sicher das die Daten der Bürger nach wissenschaftlichem Standards außergekräftig ausgewertet werden.
00:06:25: Du hast vollkommen richtig erfasst, die Daten von Citizen Science Projekten muss man mit Bedacht bewerten.
00:06:31: Es gibt eine Verzerrung örtlich zeitlich weil die Menschen eher geklumpt in Siedlungen in ihren Gärten entlang von Wegen unterwegs sind eben weniger Querfeld ein in Wald und Flur.
00:06:41: Wichtig ist auch dass die Meldermöglichst regelmäßig mitmachen über die Jahre hinweg möglichst gleichbleibende Melderzahlen eingehen.
00:06:48: Das wäre wünschenswert natürlich, um eine einigermaßen gute Vergleichbarkeit zu bekommen.
00:06:52: Aussagen zur Größe der Population ist auch nicht so einfach – kann man bisschen ablesen aber eben nicht höchstwissenschaftlich.
00:06:59: Also man kann nicht genau sagen «so viele Käfer gibt es jetzt in Bayern», können wir sagen.
00:07:03: die Großwetterlage ist eher so oder eher so?
00:07:05: Ganz genau!
00:07:06: Ob wir mit anderen Methoden Probleme hätten individuell zu bestimmen.
00:07:10: Aber es gibt ganz viele Vorteile... Mit strukturierten Kartierungen würden wir niemals so eine große Fläche im Freistaat abdecken können und schon gar nicht in einer kurzen Zeit.
00:07:19: Der Hirschkäfer ist nur von Anfang Mitte Mai bis Ende Juli vielleicht noch im August unterwegs, also ein sehr kleines Zeitfenster unterwegs.
00:07:27: Und das ist einfach Gold wert wenn da ganz viele in einem Alltag mitmachen und nebenher die Hirschkäfer diese sehen.
00:07:33: und was auch noch ganz toll ist Das Zugang zu lokalem Wissen, den würden wir auch nie bekommen.
00:07:38: Also vielleicht weiß jemand von seiner Oma die als Mädchen auch schon einen gleichen Obstbaum im Garten, schon Hirschkäfer gesehen hat?
00:07:44: Das ist auch sehr wertvoll zu wissen!
00:07:47: Ich verstehe jetzt... Die Daten müssen schon mit Bedacht verwendet werden und gleichzeitig gibt es aber ganz viele Vorteile.
00:07:53: Und wenn ja so die Vorteile mit den Herausforderungen abwägt dann ist klar, dass die Vorteil überwiegen und deswegen läuft dieses bundesweite Hirschkäfer-Monitoring ganz klar also das InScience-Projekt.
00:08:04: Bleibt jetzt die Frage, Anna.
00:08:06: Wie können die Menschen im Freistaat euch in den nächsten Wochen bis Ende Juli unterstützen?
00:08:11: Also wir haben jetzt Mitte Mai – was können sie in den letzten Wochen tun?
00:08:16: Wir haben auf der LWF Homepage unter Hirschkäfer eine Meldeseite eingerichtet.
00:08:20: Einfach Hirschkeh von LWf googeln und ihr werdet sie finden!
00:08:24: Dort findet ihr ein Meldeformular.
00:08:26: In dem Melde-Formular gibt man Datum und Uhrzeit an, man kann in einer Karte suchen wo man den Hirschkäfer gefunden hat.
00:08:32: Man kann reinklicken, man can den Ort suchen also durch den Klick ist es drin die Örtlichkeit.
00:08:38: Man gibt noch Angaben zu was man gesehen hat männlich weiblich verletzt unverletzt laufend ruhen fliegend also ganz einfach zum Anhakelen an und hat auch die Möglichkeit noch Bemerkungen anzugeben.
00:08:50: Ganz zum Schluss fragen wir noch nach Namen und E-Mail Adresse aus dem einfachen Grund, falls wir Rückfragen haben.
00:08:55: Wir werden das nicht weiter nutzen – es dient einfach nur für den Fall der Fälle, dass wir Rück Fragen
00:09:00: stellen!
00:09:00: Das klingt ziemlich einfach.
00:09:02: In der Internetsuche gibt man LWF plus Hirschkäfer, plus Suche vielleicht noch ein, dann werdet ihr in den Treffergebnissen die entsprechende Unterseite auf der LWL-Homepage finden und alles was es dazu braucht ist ein Foto hochladen, ein paar Angaben zum Fund anhakelen also was wann wo?
00:09:19: Und freiwillig noch Vor- und Nachnamen und E-Mail Adresse angeben.
00:09:23: das wenn ihr eine Nachfrage habt zu einem Fund dass ihr die Menschen auch erreichen könnt.
00:09:27: Es muss jetzt keine Angst haben dass ihr sagt das Foto war Falsches war kein Hirschkäfer.
00:09:31: Also es bekommt keiner Ärger, wenn dann viel Fund meldet?
00:09:34: Ganz genau!
00:09:34: Bekommt keine Ärger und das Foto ist ganz gut dass du das noch angesprochen hast.
00:09:38: Das ist nämlich ganz wichtig, dass wir uns sicher erkennen können.
00:09:40: Das
00:09:40: klar ist ihr mit eurer Fachexpertise.
00:09:42: seht auf den ersten Blick, das ist ein Hirschkefer oder das ist irgendwas anderes.
00:09:47: Ich kann mir jetzt vorstellen bei dem männlichen Hirschkiefer mit seinem großen Geweih der ist wahrscheinlich leicht zu erkennen und auch nichts zu verwechseln.
00:09:53: Das Weibchen sieht ja ein bisschen anders aus.
00:09:55: wie erkenne ich denn das Weibchien und kann nicht das mit irgendwieem anderen verwechselen.
00:10:00: Also das Weibchen ist ein bisschen kleiner als das Männchen, weil es eben nicht diese langen geweihartigen Mandibeln hat.
00:10:06: Ist nur bis zu drei Komma fünf Zentimeter groß... ...ist Kastanienbraun und ist ganz leicht mit dem Balkenschröder zu verwechseln der aber Schwarzmatte ist und sie eben glänztend Kastanie braun.
00:10:16: also eigentlich kann man sich gut unterscheiden.
00:10:18: Aber für den Fall der Fälle seht ihr das auf dem Foto mit einem Blick?
00:10:21: Ganz genau!
00:10:22: Und auch die Larven sind ganz oft zu verwechseln mit vielen anderen Larven.
00:10:27: Die sind aber bis zur elf Zentimeter gross Und in Blumentöpfen, so findet man sie gar nicht mehr.
00:10:32: Man findet sie wirklich nur in der Erde wo auch Wurzeltortholz zu finden ist
00:10:36: Also die Kombination von Erde mit irgendwo muss Holz dann damit die Larven was zu fressen haben und sind wirklich groß.
00:10:42: also ich habe mal nachgemessen im elf Zentimeter.
00:10:45: das ist noch nicht einmal mein Mittelfinger oder meinen Zeigefinger.
00:10:48: also die ist wirklich richtig richtig groß!
00:10:51: Du hast mir am Vorgespräch noch etwas Lustiges erzählt nämlich dass man einen Hilschkäfer eigentlich nicht überhören kann.
00:10:58: Das
00:10:58: stimmt.
00:10:59: Wenn die fliegen, dann prummt es richtig in der Luft!
00:11:02: Er hat auch echt schwierig zum Fliegen mit der Masse... Der Hintern hängt dabei runter, er steht senkrecht in der luft, fliegt auch meistens dadurch nicht so elegant.
00:11:10: ein Grashalm kann ihn schon zum Absturz bringen.
00:11:12: genauer aber das ist auch ein sehr schönes Erlebnis
00:11:15: Ja und vor allem auch ein lautes.
00:11:17: Jetzt wissen wir ihr braucht Hilfe wie die Hörerinnen und Hörern wissen wie sie ihnen erkennen können.
00:11:23: Also die Frage, wo finde ich denn diesen nicht ganz so kleinen Käfer?
00:11:27: Also beim Waldspaziergang oder brummt er eher beim Kaffee trinken im Garten vorbei.
00:11:32: Könnt beides passieren und beim Kaffeetrinken vielleicht weniger.
00:11:35: Im Garten kann er gerne vorbei brummen aber eher abends erst in der Dämmerung gern aktiv.
00:11:39: auch wenn er Kirschmarmelade liebt, die ihr vielleicht beim Koffe trinken finden würde ist er eher abens unterwegs.
00:11:45: Die Larve lebt unter der Erde wie schon erwähnt dabei drei bis sieben Jahre lang also sehr lange Entwicklungszeit an Morschem Holz Und damit braucht sie viel Wärme, Eingangs erwähnt.
00:11:55: Viel Licht, was auf dem Waldboden kommen
00:11:57: muss.".
00:11:57: Die Larve verpuppt sich im Herbst und überwintert – der Käfer schlüpft dann auch noch im Herb, überwintert als Käfer unter der Erde.
00:12:03: Wir sehen ihn nicht wie Menschen außer wirkhaben!
00:12:06: Der wachsende Käfer kommt erst im Mai je nach Witterung an die Oberfläche und fliegt am liebsten einen warmen Abend in der Dämmerung vor Gewitter.
00:12:15: Er ist nur einige Wochen unterwegs und hat nur ein Ziel, Nachkommen zu zeigen.
00:12:19: Manu sagt, er ist nur einige Wochen unterwegs.
00:12:21: Er lebt auch nur einige Woche als erwachsener Käfer.
00:12:25: So sichtbar über der Erdoberfläche?
00:12:26: Nur ein paar Wochen ja!
00:12:28: Als Käfer braucht er aber noch Energie.
00:12:30: Er möchte ja Nachkommzeugen...
00:12:32: Und der ist schwer und wenn er fliegt kostet das wahrscheinlich auch eine Menge Energie?
00:12:34: Ganz
00:12:34: genau deswegen sucht er Bäume die Saftstellen haben, die Baumsaftfolier und kleine Wunden haben wo es da Baumsaft austritt.
00:12:42: Dieser Baum saft enthält sehr viele Kohlenhydrate und Zucker und da liebt er vor allem Eichen- und Obstbäume gerne die Kirschbäime Und die Wunden können am Stamm oder an Ästen auch im Kronbereich sein.
00:12:53: Dort nehmen Weibchen und Männchen diesen Baumsaft auf, Energie zu tanken.
00:12:57: Diesen Saft brauchen sie auch, dass ihre Spermie nur in Eidzeilen reifen können.
00:13:00: Sonst klappt das mit den Nachkommen
00:13:01: nicht.".
00:13:02: Okay,
00:13:02: d.h.,
00:13:03: sind ganz wild auf Kohlenhydrate und Zucker, also diesem Baumsaft... Ganz ehrlich!
00:13:08: Die Essgewohnheiten der Hilschkäfe erinnern mich ein bisschen an meine Teenies zu Hause.
00:13:13: Also, die könnten sich ja auch ausschließlich von Kohlenhydraten und Zucker ernähren.
00:13:17: Also Null- und Spätsig geht immer bei uns.
00:13:19: Ja, das kommt hin.
00:13:20: Ich hoffe aber dass deine Teenies die nächste Eigenschaft nicht mit den Hirschkäfer teilen.
00:13:24: Wenn der Baumsaft oder die Reifenkirchen schon angefangen haben zu gären, bilden sie auch Alkohol und das kann dann auch ziemlich lustig aussehen.
00:13:30: wenn dann die leicht angetrunkenen Männchen über den Bäume torkeln und auch gerne mehr runterfallen ist ja lustig anzusehen.
00:13:37: Nein also diese Eigenschaft teilen Sie Gott sei Dank nicht mit meinen Teenies.
00:13:41: bei uns wird bisher ausschließlich spät sieht dafür einen rauen Mengen gerne konsumiert Wobei eine Eigenschaft haben Sie doch, wenn ich so darüber nachdenke.
00:13:50: Ein hoher Zuckerspiegel kann bei uns durchaus auch zu unkoordinierten Bewegungen führen oder aber auch zur liebevollen Geschwister-Kabbelein.
00:14:00: Bei den Kabbeleinen?
00:14:01: Da gucken sie sich dann doch wieder näher.
00:14:03: der Hirschkäfer und die Teenies!
00:14:05: Weil die Hirschkäfer Männchen natürlich auch um die Weibchen kämpfen.
00:14:08: Und da gibt es auch ziemlich range Leihen... ...und da geht's auch hoch her.
00:14:11: Und er wird auch mal der Schwächere sprichwörtlich in die Zange genommen und vom Baum geworfen.
00:14:15: Der Stärkere bekommt dann das Weibchen und kann sie zur Paarung schützen, und vor Fressfeinden schützen.
00:14:22: D.h.,
00:14:22: der Stärkkere bekommt ja das Weubchen hat aber auch die Aufgabe sein Weibch'n vor Rivalen oder also vor Fressefeindenführungen zu beschützen?
00:14:30: Ich sehe schon, also Hirschkäfer und meine Teenies haben doch einige Gemeinsamkeiten.
00:14:35: Es klingt für mich so als wenn die Hirschäfer die Teenies des Waldes sind.
00:14:39: Aber jetzt wieder ernsthaft Anna!
00:14:40: Wer Hilschkäfer finden will, macht sich also auf in entweder warme lichte Eichenwälder oder dorthin wo Obstgehölze wachsen und gerne eben in den Abendstunden und in der Dämmerung.
00:14:52: Anna wir haben jetzt schon den Lebenszyklus Wir haben den Lebensraum Und wir haben die Lebensweise.
00:14:57: Ehrlich gesagt, alles nur gestreift.
00:14:59: Ich weiß ja, dass du als unsere Hirschkäfee-Experte noch viel mehr weißt!
00:15:04: Nur dann würde dieser Podcast ich weiß gar nicht acht Stunden gehen.
00:15:07: wir können wahrscheinlich ganzes Hörbuch machen oder eine Serie machen.
00:15:10: was sich total super finde ist das du trotzdem einen Weg gefunden hast dein Wissen nämlich mit uns allen zu teilen.
00:15:16: ihr habt bei euch im Wald Naturschutz ein neues AWF Merkblatt rausgebracht.
00:15:22: nur über den Hirschefer und liebe Hörerinnen und Hörern das möchte ich euch allen sehr ans Herz legen Anna, ich weiß es kommt glaube ich diese Woche in der wir den Podcast aufnehmen raus.
00:15:32: Kannst du uns schon ein bisschen spoilern worum's geht und was wir dort lesen werden?
00:15:37: Genau das LWF Merkblatt Nummer einundsechzig wer sucht heißt Hirschkäfer erkehnen und schützen.
00:15:43: Dort habe ich nochmal kompakt zusammengefasst wie man den Hirsch Käfer bestimmen kann mit wem man sich verwechseln kann wie der Lebensraum des Hirschäfers ist und sein Lebenszyklus Und ich hab auch Tipps formuliert was jeder Einzelne tun kann, um dem Hirschkäfer ein Zuhause auch weiterhin in Bayern zu bieten.
00:15:59: Das heißt für alle die mitmachen wollen bei der Citizen Science Suche können eigentlich das LWF-Merkblatt als perfekte Vorbereitung und Vertiefung gleich bestellen also Bing Werbung in eigener Sache des LWf.
00:16:12: Merkblatt könnt ihr natürlich auch kostenfrei bei uns auf der Homepage als PDF direkt runterladen oder ihr könnt es in einer Printverson bestellen.
00:16:20: Anna, im Laufe unseres Gesprächs ist mir echt aufgefallen dass der Hischkäfer für dich mehr als ein Projekt an der Arbeit und auch im Vorgespräch habe ich das wirklich gemerkt.
00:16:29: Dir liegt dieser Käfer auch ganz persönlich sehr am Herzen.
00:16:32: Was ist denn dir ganz besonders wichtig wenn du in den Hischkefer denkst?
00:16:36: Also diese Art und die ganzen Art Gemeinschaft die hinten dran hängt Auch weiterhin in Bayern ihren Lebensraum findet Und ja jeder ihn mal drum sehen kann da draußen.
00:16:45: Deswegen ist meine Bitte an alle da draußen Lass du es geht alte Obstbäume Oder lichtstehende Eichen auch mal stehen, belastet Stöcke im Boden.
00:16:54: Wenn doch gefällt werden muss oder wird und darüber freuen sich.
00:16:58: die Hirschkäfer laufen und dann eben auch wieder die erwachsenen
00:17:01: Hirschkäfer.".
00:17:01: Und meine Bitte ist an alle Hörerinnen und Hörern haltet bis ... August ungefähr, die Augen offen.
00:17:08: Zückt eure Handys!
00:17:09: Wann immer ein Hirschkäfer vorbei brummt oder vorbeikrabbelt macht für Anna ein Foto.
00:17:14: Ladet das Foto mit ein paar Infos zum Fundort hoch und Anna tut sie dann viel leichter erstens den Hirschkefer weiter zu erforschen und auch ihrer Berichtspflicht an der EU nachzukommen.
00:17:26: Und damit helft ihr wirklich Anna und ihrem ganzen Team dass die Hirschkäfer natürlich auch weitere seltene Arten im Bayern weiterhin ein Zuhause finden.
00:17:35: Anna, damit sind wir am Ende des fachlichen Teils angekommen.
00:17:39: Und ich habe dich schon vorgewarnt, dass ich immer zum Schluss noch eine nicht-fachliche Frage stelle.
00:17:43: Stell dir mal folgende Situation vor!
00:17:45: Du bist ähm...eine alte Oma.
00:17:47: du sitzt am Feuer, am Kaminfeuer im Ohrenbackensessel hast ne Tasse heißen Tee in der Hand und deine Enkel sitzen um dich herum.
00:17:56: Und jetzt ist es Zeit für die gute Nachgeschichte.
00:17:59: Und die Enkel sagen, Mensch, Oma Anna erzählen uns doch mal eine Waldgeschichte!
00:18:03: Welche Waldgeschichten würdest du dann Enkeln erzielen?
00:18:05: Du
00:18:06: weißt ja, dass ich ein bisschen Käfer verrückt bin...
00:18:09: Ich hab's schon vermutet, Anna!
00:18:12: Ja, ich habe länger darüber nachgedacht aber ich finde die Vielfalt in lichten Wäldern gerne auch im Mittelwälder wirklich toll.
00:18:18: Wenn man dahin geht, da geht mir das Herz auf.
00:18:21: Da stehen die Laubbäume, die schon sehr lange Zeit dastehen Licht Und man sieht da Arten überall.
00:18:28: Also der Krabbeln, Bockkäfer oder Brachkäfer auf linken Stämmen umher.
00:18:32: Auf Blüten tummeln sich Blutende Besuch unter Insekten.
00:18:35: Schmetterlinge fliegen vorbei oft auch seltene.
00:18:38: Vögel zwitschen und besondere Vögle sind im Hintergrund immer zu hören.
00:18:41: also ich könnte jetzt ewig so weitermachen.
00:18:43: für die Enkeln würde ich gern ausführliche berichten aber ich glaube für heute wäre das so mein Eindruck des was ich einfach ganz toll finde.
00:18:49: Und wahrscheinlich würdest du deinen Enkeln Ghandys sagen, ich habe keine Waldgeschichte.
00:18:52: Ich hab nur eine Walderlebnis.
00:18:54: Machst die Decke von den Beinen runter weil als Förster hat ist man ja fit und ich traue dir auch zu dass du als Oma immer noch fit bist.
00:19:00: das wünschte ich dir sehr und sag es wahrscheinlich an der ganzen Bagage.
00:19:03: Enkel Schuhe anziehen Jacke an.
00:19:05: wir gehen raus in Wald und ich zeige euch das wo mein Herz für geschlagen hat und immer noch
00:19:09: schlägt ganz genau.
00:19:11: Vielen Dank, Anna für dieses Schöne Gespräch und diese tollen Einblicke in einen ganz besonderen Käfer in Bayern.
00:19:18: Und an euch, liebe Hörerinnen und Hörern viel Spaß bei der Käfersuche!
00:19:21: Wir sagen jetzt schon Danke für eure Unterstützung.
00:19:24: Herzlichen Dank, Hildegard, dass ich hier sein durfte und allen etwas erzählen durfte zum Beispiel.
00:19:28: Gerne.
00:19:30: Wer von euch jetzt tiefern das Thema eintauchen will, findet weitere Infos und Links zum Thema in den Shownos.
00:19:37: Hat euch die Folge gefallen?
00:19:39: Dann empfehlt uns weiter und lasst gerne eine Bewertung da.
00:19:42: Fünf Sterne heißt, wir haben unser Waldwissen für euch kompakt klar und konkret auf den Punkt gebracht!
00:19:50: Ihr wollt mehr Wald wissen?
00:19:52: Kein Problem – dann lasst uns ein Abo da!
00:19:55: Besucht unsere Webseite unter lbf.bayern.de oder folgt uns auf LinkedIn.
00:20:01: Wenn ihr Fragen zu einem bestimmten Waldthema habt, dann schreibt mir einfach eine Mail an socialmedia at lwf.bayern.de.
00:20:10: Hier an der Landesanstalt für Wald- und Forswirtschaft finde ich bestimmt die passende Fachfrau oder dem passenden Fachmann, der eure Waldfrage beantworten kann!
00:20:20: Das war's für heute – wir hören uns nächsten Monat wieder zu einer neuen Folge
00:20:24: von Forstcast,
00:20:26: eurem
00:20:26: Waldbundcast.
00:20:44: Ready?
00:20:45: So, jetzt ist das händige Düdel einmal weg.
00:20:46: Jetzt riecht noch ein Schluck und dann geht es los!
00:20:49: Ich glaube ich mache's nochmal.
00:20:50: Ja,
00:20:50: mach'n nochmal... Und jetzt mache ich's nochmal, da bin ich nämlich warm gequasselt.
00:20:55: Natürlich um die Mädchen nochmal.
00:20:58: Ah nee, das hatten wir schon?
00:20:59: Das brauchen wir gar nicht.